Grit Lemke
„Kinder von Hoy“

Die Autorin Grit Lemke, die schon mit ihrem Grimmepreis-nominierten Film Gundermann Revier einen tiefen Blick in das Leben ihrer Heimatstadt Hoyerswerda geworfen hatte, arbeitet nun die Biografie ihrer komplexen Generation auf. In einem dokumentarischen Roman verschränkt sie virtuos die Stimmen der Kinder von Hoy zu einer mitreißenden Oral History.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.

„Rausch und Absturz – die deutschen 20er Jahre“

Mit einer musikalischen Revue in bester 20er-Jahre-Tradition lassen Gonska & Bergner dieses Jahrzehnt der Gegensätze wieder aufleben. Wir hören viel Musik, jazzige Vertonungen von toller Lyrik aus der Zeit zwischen dem Weltkriegen. Dazu entfalten die beiden Akteure ein lebendiges Panorama dieser Dekade in den Berichten bekannter Zeitgenossen wie Friedrich Hollaender, Oskar Maria Graf, George Grosz und Kurt Tucholsky.

Wir lernen ein Deutschland kennen, das nach Weltkrieg und Revolution versucht, in den von Hunger und Verlust gezeichneten Metropolen eine neue Kultur und Kunst zu etablieren.
Aber nicht nur die Prominenten dieser Jahre kommen zu Wort.

Mit einem Stück seiner eigenen Familiengeschichte erzählt der Autor Bergner, wie sein Großvater nach Kriegsdienst in der kaiserlichen Marine und dem Kieler Matrosenaufstand mit wenig Glück versucht, in der sächsischen Provinz ein bescheidenes Stück Wohlstand für seine Familie zu erarbeiten. Und wie seine älteste Tochter nach dem frühen Tod des Vaters begeistert den Versprechungen der Nationalsozialisten hinterherläuft. Und so enden die deutschen 20er Jahre turbulent, mit Hoffnungen im Kleinen und im Großen, aber auch – wie wir heute wissen – mit einer düsteren Vorahnung.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.

Maren Gottschalk
Sophie Scholl, Eine Biografie

Maren Gottschalk liest aus der, zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl erschienenen Biografie. „Können wir hinter dem Heldinnenbild überhaupt noch den Menschen Sophie Scholl erkennen?“ … Maren Gottschalk erzählt schnörkellos, dabei farbig und mit großem Einfühlungsvermögen von der jungen Frau, deren Lebenswelt der heutigen sehr fern ist.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.

Margot Flügel-Anhalt
Einfach abgefahren

Bestsellerautorin Margot Flügel-Anhalt hält es nach ihrem Motorradtrip um die halbe Welt nicht lange in Deutschland: Mit 65 Jahren, einem 24 Jahre alten Benz und ohne Reisepass macht sie sich auf, um 15 Länder über 18.000 Kilometern bis nach Südostasien zu bereisen. Die rüstige Rentnerin erzählt in „Einfach abgefahren“ nicht nur von berührenden Begegnungen mit Fremden und atemberaubenden Landschaften, sondern auch von bedrohlichen Momenten in Kriegs- und Krisengebieten. Ihre fesselnden Geschichten von unterwegs ziehen unweigerlich in den Bann und man stürzt sich ohne Zögern mit in dieses einmalige Abenteuer.
Das beeindruckende Reisememoir einer beeindruckenden Frau, die die Freiheit in der Welt sucht und findet.

Peter Bühner
Die Mühlhäuser Stadtmauer

Die Mühlhäuser Stadtmauer zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Wehranlagen im deutschsprachigen Raum. Ihre ältesten Teile gehen bis in das frühe 13. Jahrhundert zurück. Sowohl der begehbare Teil, der heute von den Mühlhäuser Museen genutzt wird, als auch die übrigen Partien dieses einzigartigen Denkmals werden nun auch mittels einer handlichen Publikation in Text und Bild erlebbar. Autor der gründlich überarbeiteten Neuauflage ist der Mühlhäuser Historiker Peter Bühner, der mit versiertem Blick dem Besucher die Besonderheiten der Stadtmauer vermittelt. Die umfangreiche Ausstattung des Büchleins durch zahlreiche aktuelle sowie historische Aufnahmen und einen Lageplan geben dem Betrachter die Möglichkeit, die Anlage vor Ort kennenzulernen und zu erkunden sowie im Nachgang den Besuch entsprechend zu reflektieren. Dabei stehen neben einem Rundgang durch die erhaltenen Teile auch geschichtliche Fakten im Vordergrund sowie entsprechende Verweise auf die heute nicht mehr vorhandenen Tore und Türme, die vor allem während des 19. Jahrhunderts durch Abriss vollkommen verschwanden. Ein kleines Fachglossar und ein Literaturverzeichnis am Schluss der Broschüre geben dem interessierten Leser zudem eine weiterführende Orientierung und runden die Publikation ab.

Jan Haft
„Heimat Natur“ Das Buch zum Film

Ein Waldstück, das wir gut kennen, eine Wiese in der Marsch, ein kristallklarer Bergsee, ein Apfelbaum, an dem wir immer wieder vorbeilaufen. Natur berührt uns, ist Teil unseres Lebens und lässt uns heimisch fühlen. Unser Land besteht zu drei Vierteln aus Feldern, Wäldern, Wiesen, aus einer Vielfalt mehr oder weniger natürlicher Lebensräume zwischen Küste und Bergen. Je besser wir die Landschaften und ihre pflanzlichen und tierischen Bewohner kennen, je deutlicher wir uns unserer Verbindung zu ihnen bewusst werden, desto besser können wir sie auch schätzen und schützen. Der Biologe und preisgekrönte Naturfilmer Jan Haft lenkt unseren Blick auf das unscheinbare Detail genauso wie auf das große Ganze der heimischen Natur und führt uns ihren Wert, ihre Schönheit und ihre Gefährdung vor Augen.

El Mago Masin
100 Jahre Liegestuhl, Musikalisches Comedyprogramm

„100 Jahre Liegestuhl“

El Mago Masin hat einen Fünfjahresplan gemacht. Im Liegestuhl. Dabei ist er eingeschlafen. Um im Hamsterrad der Leistungsgesellschaft im Liegestuhl mithalten zu können, bleibt nur eins: Er braucht einen Privatsekretär, eine neue Gitarre und jemanden, der seine Pflanze gießt, wenn er auf Tour geht, um sein konziliantes Publikum mit neuen Liedern und konspirativen Erlebnissen zu amüsieren. Was bedeutet eigentlich konziliant und konsperativ? Egal: Seine Zimmerpflanze neben ihm wirkt sattgrün und kräftig. Seit Jahren goss er sie zuverlässig, bis er nun bemerkt, dass er sich um eine Plastikpflanze kümmert.
Eine sehr wichtige Zeitung bezeichnete El Mago Masin einst als Liedermacher mit Peter-Pan-Syndrom. Treffend, denn am Ende findet er ein Igelbaby und backt einen Pustekuchen. Während draußen die Welt immer komplexer wird, wollen wir ein unterschätztes, klappbares Möbelstück feiern, das für Ruhe und Gelassenheit steht. Eine funkelnde Hommage an den Liegestuhl. Denn im Liegestuhl sind wir alle gleich – gleich glücklich.
Raus aus dem Alltag, rein in den kuriosen Kosmos von El Mago Masin!

Rüdiger Bertram
„Der Pfad“

Die Buchvorlage zum Kinofilm über die Flucht zweier Jugendlicher vor den Nazis

Frankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft.

Annette Seemann
„Viva la Vida! Frida Kahlo“

Neue Enthüllungen über die Ausnahmekünstlerin

Die mexikanische Malerin Frida Kahlo, die vor allem mit ihren Selbstporträts ein Feuerwerk an Emotionen und Farben zündete, fasziniert bis heute ein Millionenpublikum. Sie malte den täglichen Kampf im Umgang mit ihrer schweren Krankheit und ihrem zerrissenen Sein. Trotz des vielen Leids kämpfte sie tapfer und unermüdlich, denn sie liebte das Leben – und die Liebe. Annette Seemann zeichnet das Bild einer starken Frau und Künstlerin und verarbeitet in ihrer Biografie erstmals die nach Öffnung der privaten Archive heute verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisse zu Frida Kahlos Leben und Werk, darunter auch ein psychologisches Gutachten von 1949/50.

»Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe.« Frida Kahlo