Grit Lemke
„Kinder von Hoy“

Die Autorin Grit Lemke, die schon mit ihrem Grimmepreis-nominierten Film Gundermann Revier einen tiefen Blick in das Leben ihrer Heimatstadt Hoyerswerda geworfen hatte, arbeitet nun die Biografie ihrer komplexen Generation auf. In einem dokumentarischen Roman verschränkt sie virtuos die Stimmen der Kinder von Hoy zu einer mitreißenden Oral History.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.

Maren Gottschalk
Sophie Scholl, Eine Biografie

Maren Gottschalk liest aus der, zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl erschienenen Biografie. „Können wir hinter dem Heldinnenbild überhaupt noch den Menschen Sophie Scholl erkennen?“ … Maren Gottschalk erzählt schnörkellos, dabei farbig und mit großem Einfühlungsvermögen von der jungen Frau, deren Lebenswelt der heutigen sehr fern ist.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.

Margot Flügel-Anhalt
Einfach abgefahren

Bestsellerautorin Margot Flügel-Anhalt hält es nach ihrem Motorradtrip um die halbe Welt nicht lange in Deutschland: Mit 65 Jahren, einem 24 Jahre alten Benz und ohne Reisepass macht sie sich auf, um 15 Länder über 18.000 Kilometern bis nach Südostasien zu bereisen. Die rüstige Rentnerin erzählt in „Einfach abgefahren“ nicht nur von berührenden Begegnungen mit Fremden und atemberaubenden Landschaften, sondern auch von bedrohlichen Momenten in Kriegs- und Krisengebieten. Ihre fesselnden Geschichten von unterwegs ziehen unweigerlich in den Bann und man stürzt sich ohne Zögern mit in dieses einmalige Abenteuer.
Das beeindruckende Reisememoir einer beeindruckenden Frau, die die Freiheit in der Welt sucht und findet.

Peter Bühner
Die Mühlhäuser Stadtmauer

Die Mühlhäuser Stadtmauer zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Wehranlagen im deutschsprachigen Raum. Ihre ältesten Teile gehen bis in das frühe 13. Jahrhundert zurück. Sowohl der begehbare Teil, der heute von den Mühlhäuser Museen genutzt wird, als auch die übrigen Partien dieses einzigartigen Denkmals werden nun auch mittels einer handlichen Publikation in Text und Bild erlebbar. Autor der gründlich überarbeiteten Neuauflage ist der Mühlhäuser Historiker Peter Bühner, der mit versiertem Blick dem Besucher die Besonderheiten der Stadtmauer vermittelt. Die umfangreiche Ausstattung des Büchleins durch zahlreiche aktuelle sowie historische Aufnahmen und einen Lageplan geben dem Betrachter die Möglichkeit, die Anlage vor Ort kennenzulernen und zu erkunden sowie im Nachgang den Besuch entsprechend zu reflektieren. Dabei stehen neben einem Rundgang durch die erhaltenen Teile auch geschichtliche Fakten im Vordergrund sowie entsprechende Verweise auf die heute nicht mehr vorhandenen Tore und Türme, die vor allem während des 19. Jahrhunderts durch Abriss vollkommen verschwanden. Ein kleines Fachglossar und ein Literaturverzeichnis am Schluss der Broschüre geben dem interessierten Leser zudem eine weiterführende Orientierung und runden die Publikation ab.

Jan Haft
„Heimat Natur“ Das Buch zum Film

Ein Waldstück, das wir gut kennen, eine Wiese in der Marsch, ein kristallklarer Bergsee, ein Apfelbaum, an dem wir immer wieder vorbeilaufen. Natur berührt uns, ist Teil unseres Lebens und lässt uns heimisch fühlen. Unser Land besteht zu drei Vierteln aus Feldern, Wäldern, Wiesen, aus einer Vielfalt mehr oder weniger natürlicher Lebensräume zwischen Küste und Bergen. Je besser wir die Landschaften und ihre pflanzlichen und tierischen Bewohner kennen, je deutlicher wir uns unserer Verbindung zu ihnen bewusst werden, desto besser können wir sie auch schätzen und schützen. Der Biologe und preisgekrönte Naturfilmer Jan Haft lenkt unseren Blick auf das unscheinbare Detail genauso wie auf das große Ganze der heimischen Natur und führt uns ihren Wert, ihre Schönheit und ihre Gefährdung vor Augen.

Rüdiger Bertram
„Der Pfad“

Die Buchvorlage zum Kinofilm über die Flucht zweier Jugendlicher vor den Nazis

Frankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft.

Annette Seemann
„Viva la Vida! Frida Kahlo“

Neue Enthüllungen über die Ausnahmekünstlerin

Die mexikanische Malerin Frida Kahlo, die vor allem mit ihren Selbstporträts ein Feuerwerk an Emotionen und Farben zündete, fasziniert bis heute ein Millionenpublikum. Sie malte den täglichen Kampf im Umgang mit ihrer schweren Krankheit und ihrem zerrissenen Sein. Trotz des vielen Leids kämpfte sie tapfer und unermüdlich, denn sie liebte das Leben – und die Liebe. Annette Seemann zeichnet das Bild einer starken Frau und Künstlerin und verarbeitet in ihrer Biografie erstmals die nach Öffnung der privaten Archive heute verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisse zu Frida Kahlos Leben und Werk, darunter auch ein psychologisches Gutachten von 1949/50.

»Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe.« Frida Kahlo

Marko Martin
„Die letzten Tage von Hongkong“

Der zweifache Tod der Freiheit

2019/2020. Zwischen den Jahren kehrt Marko Martin, diesmal mit seinem Partner, nach Hongkong zurück. Sie ahnen nicht, dass sie Zeugen historischer Ereignisse werden sollen. Die letzten Proteste der Demokratiebewegung, gefolgt von einer Welle von Verhaftungen, dazu die Nachricht von einem neuartigen Virus: Sars-Cov-2. Der Anfang vom Ende des freien Hongkong.

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung

Jo Lendle
„Eine Art Familie“

»Es ist die Geschichte einer deutschen Familie. Zufällig meiner eigenen.« Jo Lendle

Man sucht sich die Zeiten nicht aus, in die man gerät und die einen prägen. So wie Lud und Alma. Lud, 1899 geboren, und sein Bruder Wilhelm verehren Bach und Hölderlin und teilen dieselben unerreichbaren Ideale. Wilhelm, der früh in die nationalsozialistische Partei eintritt, misst andere daran, Lud sich selbst, was ihn ein Leben lang mit sich hadern lässt. Alma hat ihre Eltern schon als Kind verloren. Ihr Patenonkel Lud, wenig älter als sie selbst, und seine Haushälterin werden ihr eine Art Familie werden. Als Professor für Pharmakologie erforscht Lud den Schlaf und die Frage, wie man ihn erzeugen kann. Während er die Tage an der Universität verbringt, kann Alma zu Hause nicht aufhören, an ihn zu denken. Als er beginnt, Giftgas zu erforschen, erzählt er ihr nichts davon. Sein Ringen mit den hehren Idealen wird verzweifelter. Denn da ist auch noch Gerhard, an dessen Seite er im Ersten Weltkrieg kämpfte, den er nicht aus seinem Kopf bekommt.

Vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus und die junge DDR bis in die Bundesrepublik der Nachkriegszeit führt Jo Lendles raffiniert erzählter Roman über das Zerbrechen einer Familie, über Schuld, über Wissenschaft und ihr Verhältnis zur Welt und die feinen Unterschiede zwischen Schlaf, Narkose und Tod. Es ist die Geschichte einer deutschen Familie – zufällig seiner eigenen.

Ausverkauft
Rebecca Maria Salentin
„Klub Drushba“

Zu Fuß auf dem Weg der Freundschaft von Eisenach bis Budapest

Sie schnauft bei jeder Treppenstufe, bricht bei der kleinsten Anstrengung in Schweiß aus und wird beim Radfahren von Rentnern überholt. Sie hat Angst vor Spinnen, Hunden, Gewitter, tiefen Seen, steilen Höhen und sie ist nachtblind. Außerdem hasst sie Berge. Nur Cola und Kaktus-Eis können sie beim Aufstieg besänftigen.

Trotzdem geht Rebecca Maria Salentin eines Tages einfach los, bepackt mit Rucksack, Zelt und Kocher, um 2 700 Kilometer weit zu laufen. Auf dem Internationalen Bergwanderweg EB von Eisenach nach Budapest (auch: »Weg der Freundschaft«) erobert sie sich den Boden unter den Füßen zurück, nachdem sie im Jahr zuvor fast alles verlor. Was blieb: ihre Freunde und Freundinnen. Zusammen bilden sie den Klub Drushba. Denn »Drushba« heißt Freundschaft.