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Rebecca Maria Salentin
„Klub Drushba“

Zu Fuß auf dem Weg der Freundschaft von Eisenach bis Budapest

Sie schnauft bei jeder Treppenstufe, bricht bei der kleinsten Anstrengung in Schweiß aus und wird beim Radfahren von Rentnern überholt. Sie hat Angst vor Spinnen, Hunden, Gewitter, tiefen Seen, steilen Höhen und sie ist nachtblind. Außerdem hasst sie Berge. Nur Cola und Kaktus-Eis können sie beim Aufstieg besänftigen.

Trotzdem geht Rebecca Maria Salentin eines Tages einfach los, bepackt mit Rucksack, Zelt und Kocher, um 2 700 Kilometer weit zu laufen. Auf dem Internationalen Bergwanderweg EB von Eisenach nach Budapest (auch: »Weg der Freundschaft«) erobert sie sich den Boden unter den Füßen zurück, nachdem sie im Jahr zuvor fast alles verlor. Was blieb: ihre Freunde und Freundinnen. Zusammen bilden sie den Klub Drushba. Denn »Drushba« heißt Freundschaft.

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Stefan Schwarz
„Der kleine Gartenversager“

Wenn der grüne Daumen nach unten zeigt.

Garten ist, wenn du von Selbstversorgung träumst und mit einer halben Tasse schrumpeliger Erdbeeren nach Hause kommst. Garten ist, wenn auf dem Nachbargrundstück die Kindergeburtstagsfeier beginnt, sobald du in den Liegestuhl sinkst. Garten ist, wenn Unkräuter dir Mathe-Nachhilfestunden in exponentieller Vermehrung geben. Garten ist, wenn du dir irgendwann wünschst, dass Obstbäume für immer beschnitten bleiben.
Stefan Schwarz, seit zwanzig Jahren einer der erfolglosesten Kleingärtner Leipzigs, erzählt auf umwerfend komische Weise vom Scheitern im Grünen und warum alles vergebliche Stutzen, Jäten, Sprengen, Zupfen dennoch glücklich macht.

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Margot Käßmann
„Schöne Aussichten auf die besten Jahre“

Gelassen und voller Zuversicht älter werden – dieser Wunsch wird spätestens ab Mitte 50 immer größer. Das weiß auch Margot Käßmann. In diesem Lebens-Ratgeber beschreibt die Bestseller-Autorin sehr persönlich den Start in die besten Jahre: Worauf kann man sich freuen, wenn man älter wird? Welche Schwierigkeiten gilt es zu meistern? Was trägt im Leben? Ein Buch, das Lust macht, die Lebensphase ab Mitte fünfzig entschlossen und freudig anzugehen.

Frank Quilitzsch
„Wilhelm, wie sieht der Wald wieder aus!“

„Wilhelm, wie sieht der Wald wieder aus!“ – Diesen Satz hört Forstamtsleiter Bernd Wilhelm immer häufiger. Wir kennen die Schlagzeilen, doch wie berechtigt sind die Sorgen?

Frank Quilitzsch will es genau wissen und streift ein Jahr lang mit Thüringer Förstern und Baumforschern durch die Reviere. Er trifft die Zapfenpflücker in der Samendarre, geht mit Hatz auf die Jagd und verbringt Tage und Nächte im Nationalpark Hainich. Der Besuch im Friedwald stellt unausweichliche Fragen und bei Oberhof geben alte Fichtendamen Auskunft über ihr Überleben. Ein 90-jähriger Landwirt lädt zur Spritztour ein und erzählt die Geschichte seines Familienwaldes. Klimaexperten, Ranger und die Umweltministerin – was fordern sie im Umgang mit der Natur?

Julia Bruns
„Der Weihnachtsgurkenfluch“

Dieses Weihnachtszeug hat immer noch ein beschissenes Karma

Es ist schon wieder Weihnachten im Thüringer Wald und der verrückte Bürgermeister Blaschkehat sich diesmal etwas ganz Besonderes ausgedacht. Es soll ein Krippenspiel geben, allerdings mit echten Menschen und Tieren. Der altersschwache Dorfochse erlebt den Heiligabend dann aber leider nicht mehr, also müssen kurzerhand zwei Dörfler ins Kostüm gesteckt werden.

Doch auf dieser Rolle liegt offenbar kein Segen. Denn während der feierlichen Aufführung bricht das Hinterteil des Ochsen tot zusammen. Jetzt müssen gezwungenermaßen wieder die Weihnachtshilfssheriffs Nikolaus und Knecht Ruprecht ran, denn das mit dem toten halben Ochsen war kein Unfall …

🔴 Lisa Jeschke „Die Anthologie der Gedichte betrunkener Frauen“

»WOOOOOOAAAAAAAAAAA / Wir werdens fucking lieben«!
Was hier wild und aggressiv und lustvoll und ständig verschieden von allem davor Gesagten auf den Seiten steht, ist laut dem Bandtitel eine Anthologie, eine Sammlung. Bloß, dass das Gesammelte nun wirklich lieber frenetisch betrunken alle Formvorgaben zerfetzt, zersprengt, überschreitet und unterläuft, als sich hübsch freundlich einfügen oder kategorisieren zu lassen. Lisa Jeschkes Gedichte sind bis in die wechselnden Schriftgrößen hinein Angriffe auf jegliche Systematik – und darin mehr als angemessen für eine Gesellschaft, in der größtmögliche politische Energien auf das Beschwören vermeintlich wahrer schützenswerter Ordnungen verwendet werden. Diese lustvoll geschredderten Dichtungs-Blablas, Kritik-Gesänge, Fuck-Ups, Trotzbemerkungen, Theoriesplitter, Feminist Letters, Wutbrüller, trunkenen Glücks-Exzesse halten gegen alles, was allzu produktiv und richtig machend zählt – und das in diesen autonomen Zeilen so lustig wie angemessen böse.  Eine Kooperationsveranstaltung mit der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.